Was ist Ayurveda? Es handelt sich um ein Wort in Sanskrit, das auf Deutsch übersetzt Wissen vom Leben bedeutet. Diese traditionelle indische Heilkunst wird bis heute vor allem in Indien, in Sri Lanka und in Nepal angewendet und kann durchaus als Wissenschaft bezeichnet werden. Ayurveda geht auf Veda zurück, dem ursprünglichem Wissen im Hinduismus. Auch in der westlichen Hemisphäre haben sich die indischen Kenntnisse über Jahrzehnte immer mehr verbreitet.

Ayurvedische Massage ist gut für Körper und Geist

Es gibt viele Menschen, die auf ihre Gesundheit achten und sich ayurvedisch ernähren. Noch weiter verbreitet hat sich allerdings die Ayurvedische Massagetechnik. Eine ayurvedische Massage-Therapie bietet in der Regel keine komplette therapeutische Heilung, sondern sie hilft dem Organismus Nährstoffe im Körper zu erhalten und Giftstoffe zu vertreiben. Bestimmte Beschwerden im Zusammenhang mit den Muskeln, Bändern und dem Nervensystem können durch eine gute Ayurveda-Massage-Therapie geheilt werden. In Indien gelten diese Massagen sogar bei vielen Krankheiten als das einzige Heilmittel.
Eine gute indische Massage sorgt für die richtige Zirkulation im Organismus. Sie soll unseren Körper wachsen lassen und erneuern und der Seele gut tun. Eine Ayurveda-Massage vertreibt Toxine und liefert tiefe Entspannung. Alle Systeme des Körpers werden gleichgeschaltet. Der Geist entspannt und setzt gleichzeitig Energien frei. Diverse ayurvedischen Massage-Techniken sorgen für eine gute Durchblutung und für die Ausscheidung von Giftstoffen.

Das Wissen und die Anwendung der Ayurvedische Massage

Entwickelt wurde die Technik vor mehreren hundert Jahren von speziellen Ärzten, die dabei auf das Wissen von traditionellen indischen Massage-Techniken zurück griffen. Sie wussten von sogenannten marmas. Das sind Druckpunkte wie bei der Fußreflexzonenmassage. Auch muslimische Massagetechniken mit Druckpunkten, die Muqame Makhsoos genannt wurden, flossen in diese neue Technik ein, die über die Jahre bis in die Gegenwart sowohl für therapeutische Behandlungen als auch für die Pancha Karma Reinigung genutzt wurden.
Wenn Massageöle an der Kreuzung der Wirbelsäule und des Schädels angewendet werden, beruhigen sie zum Beispiel das gesamte Nervensystem, stärken das Gedächtnis und sorgen für eine Verbesserung der Sehkraft. Entwickelt wurden spezielle Versionen für junge Mütter sowie Kleinkinder. Babys werden zum Beispiel in der Regel mit einer kleinen Teigkugel massiert, die eingetaucht wurde in Pflanzenöl. Ayurveda-Massage Öle sind unerlässlich bei jeder Massage. Sie unterscheiden sich von anderen, im Westen erhältlichen Massage-Ölen. Wenn der Körper mit diesem trocken gerieben wird, erzeugt die Reibung Wärme und Schmerz, welche das ayurvedische Element von Vata (Wind) verschärft und somit die Gase im Körper stört. Ayuredische Öle hingegen verteilen die Wärme gleichmäßig durch den gesamten Körper. Sie sind ein Nährstoff für die Haut und eine Stärkung der Nervenfasern, die mit den Haarfollikeln verbunden sind. Nur geringe Menge des Massageöles verbleiben auf der Haut. Dieser Rest ist leicht abwaschbar.

Die speziellen Öle im Ayurveda

Es gibt spezielle Massage Öle für Frauen und Kinder. Sie sind sogar leicht Zuhause herzustellen. Man verwende vier Tassen Sesamöl, sowie je zwei Esslöffel Mandelöl, Weizenkeimöl und Jasmin Öl. Die Massage Öle für Männer haben ein leicht anderes Rezept. Es besteht aus vier Tassen Sesamöl sowie zwei Esslöffel Senföl, die mit einem halben Teelöffel warmen asafoetida angereichert werden. Für dieses ist es nötig das Senföl zu filtern, ehe drei Esslöffel Kurkuma (auf Deutsche: Gelbwurz) hinzugegeben und das gesamte Pulver so lange aufgekocht wird, bis das Kurkuma dunkelbraun ist. Nun kann alles dem Sesamöl hinzugefügt werden.
Ayurvedische Massagen werden übrigens selten angewendet, während die zu Massierenden auf speziellen Massageliegen liegen. Vielmehr werden, vor allem in Indien, Matten genutzt. In der Regel handelt es sich um eine Schilfmatte, die auf einem Futon liegt. Das Schilf verhindert, dass das genutzte Öl auf das Futon tropft.

Aus- und Fortbildung auch in Deutschland

In vielen Städten auch in Deutschland gibt es Möglichkeiten sich in den ayurvedischen Lehren aus- oder weiterbilden zu lassen. Gelehrt wird nicht nur etwas über die Geschichte und die Ideologie, sondern auch über das Verstehen von Körper und Geist. Eine Ausbildung ist nicht wie ein Medizinstudium zu verstehen. Es geht um Begreifen und um Anwendung von ayurvedischem Wissen.

Die Doshas im Ayurveda

Wichtig im Ayurveda sind die Doshas. Es handelt sich bei diesem übergeordneten Begriff um die drei verschiedenen Lebensenergien eines Menschen, um Vata, Pitta und Kapha. Aus ihnen bezieht nach indischem Wissen jeder Mensch seine individuelle Konstitution. Der Fachbegriff ist Prakriti. Außerdem regulieren sie körperliche und geistige Funktionen. Es kann durchaus eines der drei Doshas überwiegen. Ziel ist es allerdings ein gewisses Ungleichgewicht auszugleichen und zum Beispiel schlechte Angewohnheiten, eine falsche Ernährung und Stress durch Überarbeitung zu beenden. Ein krank machender Zustand heißt Vikriti und es ist ein ayurvedisches Ziel, dieses Vikriti auszumerzen. Gestrebt wird nach einem Gleichgewicht im Prakriti. Sollte es zu einer Erkrankung kommen, wird diese im Ayurveda stets so behandelt, dass ein aus dem Gleichgewicht geratenes Dosha wieder hergestellt wird und das Vata, also das Bewegungsprinzip im Organismus eines jeden Menschen, dem Gleichgewicht im Körper angepasst wird. Pitta steht für Feuer, also für die Energie im menschlichen Organismus. Ergänzend sei erwähnt, dass ein Kapha-Typ für die Elemente Wasser und Erde steht, also ein stabilisierendes Prinzip inne hat.

Gut für Körper und Geist

Das Fazit lautet, dass Ayurverda gut für Körper und Geist ist und dem Organismus beim gesunden hilft und beim Bewältigen des Lebens. Behandlungen von Krankheiten mit ayurvedischen Methoden bringen häufig Erfolg. Die Ayurveda-Massage-Therapie ist letztlich ein ideales Mittel gegen Schmerzen. Es heißt, dass, wenn sie täglich genossen werden, ayurvedische Massagetechniken sogar helfen können, um den Körper zu verjüngen. Einige Massage-Techniken können auch dazu beitragen, dass eine liebevolle Beziehung zwischen Mann und Frau gewährleistet ist. So heißt es zumindest in Indien.